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Hier, nimm meine Hand, bleib bei mir, ich verliere den Verstand

Ein Atemzug für ihn. Einer für mich. Es folgt eine beklemmende Stille, in denen unsere Schritte durch die leeren Straßen hallen.
"Es ist immer dunkel, wenn wir uns treffen."
Ein unsicheres Lächeln ziert meine Lippen, versucht dem Moment den Schrecken zu nehmen. Ein Nicken seinerseits, gefolgt von Schweigen. Wir laufen weiter, stundenlang, obgleich doch nur Minuten vergehen. Dass er mich anfasst bemerke ich kaum noch. Mein Atem stockt, ein Zittern durchläuft meinen Körper während sich seine Finger um mein Handgelenk schließen. Er öffnet den Mund, schließt ihn wieder. Worte quellen hervor, fallen zu Boden und krümmen sich dort unter ihrer schweren Last zusammen.
"Nein."
Obwohl meine Lippen zittern bricht mein Widerstand glasklar hervor, so scharf dass er die drückende Stille zerstückelt. Ein keuchendes Stöhnen entweicht seinen Mund, legt sich wie giftiges Gas auf meine Haut. Ich krümme mich zusammen, versuche meinen Körper zu schützen. Seine Finger brechen meinen Versuch, reißen mich wieder auf die Füße, zwingen mich ihn anzusehen.
Während ich in dem Schwarz seiner Augen langsam ertrinke wird mein Körper taub. Händeringend greife ich nach der Kälte, werfe sie mir um damit sie mich vor der brennenden Hitze schützt, die sich langsam durch meine Glieder frisst.


Kommentare:

Rebecca hat gesagt…

M, ich denke oft an dich und frage mich, wie es dir wohl geht.
Mag sein, dass ich noch zu klein bin, um deine Texte richtig zu interpretieren, aber ich finde, sie klingen meistens, als hättest du nicht oft einen Grund zum Lächeln.
Du fehlst mir.
Irgendwie möchte ich dich gerade genau jetzt ganz fest in den Arm nehmen und drücken. Frag mich nicht wieso. Ich hab dich eben lieb.
Hier scheint die Novembersonne so schön, ich schick dir ein paar Strahlen in dein Herz und ganz viel Liebe ♥
Pass auf dich auf.
Deine Rebecca

Dochantschi hat gesagt…

Wunderschön und gleichzeitig so unendlich traurig und ehrlich. Wie immer. Ich hoffe so es geht dir inzwischen etwas besser als damals, als das, was man deinen Briefen entnehmen konnte.
Ich hoffe du hast noch ein bisschen Kraft. Denn ich kenne dich nicht, aber deine Texte sind so ehrlich und kommen von so tief innen, dass ich mich sorge um dich.