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What if the one that got away came back?

Mir fallen keine Worte ein. Ich schreibe sie und lösche sie gleich darauf, denn es sind nicht die Richtigen. Keine Worte kommen an die Leere heran, die in mir wütet. Sie füllt mich aus, bis in die hinterste Ecke, sodass ich mich seit ein paar Tagen aus den Augen verloren hab. Ich weiß nicht, in wessen Körper ich feststecke, es kann nicht meiner sein. Die ganzen Narben, das können doch nicht meine sein. Wieso sollte ich mich denn so sehr hassen, dass ich mir so etwas antun würde? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Doch es kommen Erinnerungen, Momente, in denen ich die Klinge angesetzt habe. Da sind Bilder, die deutlich zeigen, dass ich mir das angetan habe. Aus Gründen, wegen denen ich jetzt hier sitze und mir am liebsten eine Überdosis schmeißen würde. All dem einfach entringen, feige fliehen.
Ich kann nicht mehr kämpfen, ich weiß nicht einmal mehr, wie ich das die letzten Jahre hinbekommen habe. Woher habe ich den Mut gefunden und wohin ist er jetzt verschwunden? Wieso bin ich so alleine, wieso fühle ich mich inmitten von Menschen denn so klein? So bedeutungslos, so wertlos.
Ich bin ein Nichts, eine verkackte Existenz. Das Beispiel, was genannt wird, wenn man zeigen möchte, wie man es bitte nicht machen sollte. Das Kummerkind, die Dumme. Die, die nichts schafft, das faule Mädchen, was ständig die Beine breit macht. Eine Nutte, eine schlechte, denn die Bezahlung ist übel.
Am liebsten würde ich Luca all die Dinge an den Kopf werfen, die ich von ihm weiß. Sein Vertrauen wieder ausnutzen, nur damit er mich hasst und mich nicht untergehen sieht. Denn ich sinke, mit jedem Tag, jeder Stunde mehr. Ich versinke, und je fröhlicher ich wirke, desto weniger bin ich noch ich.
Ich bin traurig, ich habe Angst, ich ekel mich vor mir, ich, ich, ich.
Habe ich das Recht, so sehr an mich zu denken? Bin ich es wert, dass ich um mich kämpfe?

Kommentare:

Butterfly hat gesagt…

Ja.

Aurélie hat gesagt…

Ja. Du bist es wert.